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OpenBSD und SkeySkey unter OpenBSD 4.4Skey ist ein Einmal-Passwort System zur Verwendung auf verschiedensten unixartigen Betriebssystemen. Einmal-Passwörter sind für die verschiedensten Einsatzbereiche ideal. So kann z.B. an einem öffentlichen Terminal niemand ein Kennwort mitlesen. Selbst wenn er es tut bringt es nichts, da das Kennwort bereits direkt nach der Anmeldung schon wieder ungültig ist- ein Einmal-Kennwort eben. Ein anderer Einsatzbereich ist z.B. ein FTP-Server. Oft werden hier ja Zugänge benötigt, die lediglich zum einmaligen Übetragen von Daten notwendig sind (z.B. Logfiles von Kunden). Hier kann man sich dann einen universellen Loginnamen hernehmen und diesen mit Skey absichern. Dem Kunden teilt man dann den Loginnamen und lediglich ein Passwort aus der Sequenz mit. Die Folge ist, dass er sich einmal anmelden kann und man sich keine Gedanken über die Deaktivierung nicht mehr benötigter Accounts machen muss. Generatoren für Passwörter gibt es für die verschiedensten Einsatzbereiche: Skey für Java ME auf Handys: http://tanso.net/j2me-otp/ Einrichtung von SkeyVor der Verwendung muss Skey intialisiert und aktiviert werden. Hierzu als root # skeyinit -E eingeben. Dieser Befehl legt unter /etc ein Verzeichnis skey mit den entsprechenden Rechten an: # ls -al /etc/skey/ Als nächster Schritt sind die Benutzer zu initialisieren (in Gedenken an die Frau von "Glatze" heisst mein Testuser "pummel"- auch wenn sie nie verstehen würde worum es hier überhaupt geht...): # skeyinit pummel ID pummel skey is otp-md5 100 obsd98790 # Nun sollte es unter /etc/skey einen Eintrag für den Benutzer "pummel" geben: # ls -al /etc/skey/ Jetzt kann ein erster Test erfolgen- die Anmeldung per SSH: login as: pummel:skey 99 ist hier die Sequenznummer. Wichtig ist, dass der Anmeldename gefolgt von ":skey" eingegeben wird damit das System davon Kenntnis hat, dass wir Skey und nicht eine normale Passwort-Authentifizierung wollen. Skey Passwörter auf VorratAls Benutzer ist es meines Erachtens praktisch wenn man sich ein paar Kennwörter für unterwegs generiert und diese dann gut versteckt auf einem Zettel oder so mit sich herumträgt. Um z.B. die nächsten 5 Passwörter zu erzeugen: $ skey -n 5 99 obsd98790 "-n 5" bedeutet dass eine Liste mit 5 Passwörtern erzeugt werden soll. 99 ist die Start-Sequenznummer und "obsd98790" der aktuelle Schlüssel, ich nenne ihn mal Serverschlüssel, da man ja recht wenig Einfluss darauf hat. Will man die nächste Sequenznummer herausfinden kann man als "pummel" folgendes eingeben: $ skeyinfo Laut der Liste mit den Kennwörtern oben ist also "ODE FEUD STUN GETS CHEF ECHO" das nächste Skey-Passwort. Skey-Passwörter unter Windows erzeugenFür Windows gibt es das Tool "WinKey" (http://www.uknet.com/winkey.exe). Warnung bei Erreichen eines Limitsskeyaudit -a (alle Skey Benutzer) -i (an die Konsole- sonst per Mail) -l Limit Folgende Meldung erscheint: " Your S/Key sequence number is now 97. When it reaches zero Type "skeyinit -s" to reinitialize your sequence number. So kann man z.B. einen cron-Job einrichten, der periodisch Warn-Mails an alle Skey-Benutzer versendet wenn ihre Sequenznummer unter einem Limit von 15 liegt: 0 * * * * /usr/bin/skeyaudit -a -l 15 Alternativ kann der Aufruf von skeyaudit auch im Login-Script erfolgen. Standardmässig ist eine Warnschwelle von 12 Schlüsseln eingestellt. Skey-Schlüssel erneuernUm seine verfügbaren Schlüssel zu erneuern gibt man als Benutzer skeyinit -a skey ein. Lässt man das "-a skey" wird der Benutzer nach seinem Kennwort gefragt. Da er dies aber nicht hat, bzw. haben soll wird "-a skey" angegeben. Dadurch wird er zur Authentifizierung nach einem Skey-Passwort gefragt. $ skeyinit -a skey ID pummel skey is otp-md5 100 obsd98791 $ Wie man sieht steht die Sequenznummer nun wieder auf 100 und somit sind wieder genügend Schlüssel vorhanden. Der Serverschlüssel hat sich ebenfalls verändert damit nicht nur einfach eine Wiederholung bereits verwendeter Passwörter stattfindet.
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Autor: rs (site@bayreuth.tk) |
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